Додому Різне Instagram macht Eltern auf Suchanfragen zu Selbstmord und Selbstverletzung bei Teenagern aufmerksam

Instagram macht Eltern auf Suchanfragen zu Selbstmord und Selbstverletzung bei Teenagern aufmerksam

Instagram führt eine neue Funktion ein, die Eltern proaktiv benachrichtigt, wenn ihr Teenager wiederholt nach Inhalten sucht, die sich auf Selbstmord oder Selbstverletzung beziehen. Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die Untersuchungen über die Auswirkungen von sozialen Medien auf die psychische Gesundheit junger Nutzer intensiviert werden, und zu einer bahnbrechenden Klage gegen mehrere Technologieunternehmen – darunter auch Instagrams Muttergesellschaft Meta – in Los Angeles.

Das neue Warnsystem

Die Benachrichtigungen werden per E-Mail, SMS oder In-App-Benachrichtigungen an Eltern gesendet, die bei den Elternüberwachungstools von Instagram registriert sind. Eltern werden informiert, wenn ihr Teenager innerhalb kurzer Zeit wiederholt nach Begriffen wie „Selbstmord“ oder „Selbstverletzung“ sucht. Instagram hat diese Suchanfragen bereits blockiert und Benutzer auf Ressourcen für psychische Gesundheit weitergeleitet. Dies ist jedoch das erste Mal, dass Eltern direkt benachrichtigt werden.

Die Plattform hat sich mit ihrer Suizid- und Selbstverletzungs-Beratungsgruppe beraten, um einen Schwellenwert festzulegen, der Vorsicht mit der Vermeidung unnötiger Warnungen in Einklang bringt. Das Ziel besteht darin, Eltern die Möglichkeit zu geben, einzugreifen, wenn ihr Teenager Probleme zu haben scheint, und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Benachrichtigungen aussagekräftig bleiben.

Warum das wichtig ist

Selbstmord ist die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen im Alter von 10 bis 34 Jahren. Jüngsten Daten zufolge geben über 20 % der Oberstufenschüler an, ernsthaft über Selbstmord nachgedacht zu haben. Angesichts dieser Statistiken könnte ein Tool, das Eltern in die Lage versetzt, potenzielle Krisen frühzeitig anzugehen, lebensrettend sein.

Der Schritt unterstreicht jedoch auch die breitere Debatte über die Rolle sozialer Medien für die psychische Gesundheit. In der laufenden Klage in Los Angeles wird behauptet, dass Technologieunternehmen wissentlich süchtig machende Plattformen entwickeln, die jungen Nutzern schaden. Die Reaktion von Instagram ist ein Schritt zur Lösung dieser Bedenken, löst jedoch nicht die zugrunde liegenden Probleme der algorithmischen Verstärkung, des Cybermobbings und des unrealistischen sozialen Vergleichs.

Zukünftige Entwicklungen

Instagram hat außerdem Pläne angekündigt, die Kindersicherung auszuweiten, um Gespräche von Teenagern mit KI zu überwachen. Diese Warnungen werden später in diesem Jahr erwartet. Die Plattform erklärt, dass sie die Sensibilität dieser Probleme versteht und das System weiter verfeinern wird, um unnötigen Stress zu vermeiden.

„Das Ziel besteht darin, Eltern zu befähigen, einzugreifen, wenn die Suchanfragen ihrer Teenager darauf hindeuten, dass sie möglicherweise Unterstützung benötigen.“

Die Aktionen von Instagram spiegeln die wachsende Erkenntnis wider, dass der Einfluss sozialer Medien auf die psychische Gesundheit junger Menschen ein kritisches Thema ist. Auch wenn Elternwarnungen ein positiver Schritt sind, stellen sie nur einen Teil des Puzzles bei der Schaffung einer sichereren digitalen Umgebung für junge Menschen dar.

Exit mobile version